„Laufen mit einem Europameister im Industriekulturerbe“

Wo früher Stahl geschmolzen wurde, wurde am 25. August der Asphalt zum Glühen gebracht. Die Sportstadt Dortmund wird immer mehr zu einer Laufstadt. Jetzt soll ein schneller und stimmungsvoller 5 und 10 km Lauf für ein weiteres Highlight im Laufkalender sorgen.

Von der Idee bis zum Laufevent hatten die Macher nur drei Monate Zeit. Es gab in Dortmund keinen Lauf, um Bestzeiten aufzustellen. Die Running Crew „Pace Pack Runners“, die zusammen mit der Firma Upletics das Laufevent organisiert, wollen das jetzt ändern. Das besondere, der Start- und Zielbereich befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Hochofens „Phönix-West“.

Die Industriegeschichte

Der Aufstieg und Niedergang eines Hochofenwerks lässt sich gut am Beispiel "Phoenix-West" in Dortmund beobachten. Nach der Stilllegung folgt die Umgestaltung des Geländes mitsamt den anliegenden Schlackenhalden zu einem Gewerbe- und Naherholungsgebiet.
Im Zentrum steht heute das alte Hochofenwerk als eindrucksvolles Industriedenkmal, eingerahmt vom großen Hoesch-Gasometer und der Phoenixhalle inmitten einer Anlage von breiten Boulevards, ausladenden Freitreppen, munter plätschernden Kaskaden und Plätzen. Unter dem mythologisch angehauchten Namen »Phoenix« prägte eine Stahl-Produktionskette eine lange Zeit den Dortmunder Vorort Hörde so- wohl in der Fläche, der Beschäftigung, dem Stadtbild und der Ökologie. Dabei ist der Phoenix in der Mythologie der Vogel, der verbrennt, um wieder aufzuerstehen (Phoenix aus der Asche).
Etwa die Jahrtausendwende markiert den Wandel vom Niedergang eines Stahlwerks zum Aufstieg eines großen Naherholungsgebietes in Form eines Sees auf der einen Seite sowie zum Quartier für junges Gewerbe und Naherholung im Park auf der anderen Seite.

Die Laufveranstaltung

Bei der Laufstrecke selbst handelt es sich um einen 2,5 km langen Rundkurs, der zwei oder vier Mal umrundet werden muss.
Je nach Motivation und Leistungsfähigkeit, können sich die Läufer/innen zwischen 5 und 10 Kilometer A (unter 40 min) oder 10 Kilometer B (über 40 min) entscheiden. Auch an die „Halbstarken“ wurde gedacht. Alle unter 6-Jährigen dürfen über 400 Meter auf die Strecke gehen. Der Kurs kann äußerst schnell gelaufen werden, denn sie ist komplett flach. Auch Jan Fitschen, der ehemalige Europameister über die 10-Kilometer-Distanz will sich das Event nicht entgehen lassen.

Der Lauf

Der Startschuss fiel bei 28 Grad und Sonnenschein, vor dem Industriedenkmal des Hochofens „Phönix West. Nach 400 m liefen wir links in Richtung „Bergmann Brauerei“. Auf Höhe der Brauerei ging es wieder links auf die „Trasse“, die parallel zur aktuellen Bahnstrecke führt. Bei Kilometer 1 musste eine Steigung von 12 Hm bewältigt werden. Der zweite Kilometer führte geradeaus, vorbei an der „Cheering Zone“ der Hagener „Pace Pack Runners“, dem einzigen Stimmungsnest an der Strecke.
Die Zuschauer Resonanz war bei der Premiere sehr überschaubar. Weiter ging es über die Carlo-Schmid-Allee zum Zielbereich und weiter in die nächste Runde.

Offizielle Zeit: 26:04 min AK M55 Platz 3 (5)

Das Fazit

Die Ankündigung für den Lauf richtete sich an die schnellen „Hobbyläufer“. Will die Veranstaltung eine Zukunft haben, sollte dieses Konzept auch in der Werbung, modifiziert werden. Für das „erste Mal“ lief die Organisation super, ohne  Zwischenfälle. Die Laufstrecke macht Spaß! Der Lauf ist zu empfehlen, auch bei einem Startgeld von 12 Euro für den 5er.

==> Alle Infos zum Lauf

 

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