Wer von euch sich schon mal mit der Frage beschäftigen durfte, wo oder wie bestreite ich mein 500. Rennen (oder wie eine gute Freundin es nennt „Lauf mit Startnummer“) , dem werden ähnliche Gedanken gekommen sein wie mir:

Wo läuft man - in der Nähe (Langenberg, Gütersloh oder Oelde), weiter weg (Bielefeld, Hamm oder Münster), oder da, wo man noch nie gestartet ist (New York, London oder Paris)?
Welcher Lauf sollte es sein - 10Km, HM oder Marathon?

Nach allerlei Überlegungen und Recherche fiel meine Entscheidung auf Halbmarathon in Oldenburg/Niedersachsen.

Gut jetzt werden einige von euch denken, wieso gerade Oldenburg ? Deshalb sollte ich hinzufügen, dass es sich um einen Nachtlauf handelte. Start für den Halbmarathon um 2.00 Uhr (zwei nicht 14.00 Uhr)! Von so etwas, gebe ich zu, hatte ich in meinen 42 Laufjahren noch nie gehört.

„ERLEBNIS STATT ERGEBNIS“ , so lautet der Slogan des Veranstalters, der Volkshochschule Oldenburg. Ich war durchaus neugierig, wer denn sonst noch so unter Schlaflosigkeit litt und hier laufen wollte.

Etwa 50 Teilnehmende wohnten einer halbe Stunde vor dem Start der Rennbesprechung bei. Hier erfuhren wir u. a. , dass die Strecke leicht verändert wurde und eine Runde nicht 10,5 km betrug, sondern 11,5 km. Dementsprechend also ein 23km HM. Pünktlich um zwei Uhr setzten sich bei idealen 24° ca. 50 Stirnlampen (die einzige Bedingung des Veranstalters) in Bewegung. Schnell begriff man auch wieso. Nur kurz durch die beleuchtete Stadt, dann 4km entlang der Hunte Richtung Autobahn A 29. Dort angekommen, galt es die 142 Stufen hinauf zur Brücke zu bewältigen.

Dann auf der anderen Seite des Flusses wieder hinunter durch ein Waldgebiet (dagegen ist Stadtholz im Dunkeln wie Kindergeburtstag). Zum Glück war ich nicht allein. Von Beginn an hatte ich mich einer kleinen Gruppe angeschlossen. Magdalena und Sebastian aus Oldenburg, sowie Markus aus Trier. Weiter entlang einer Industriesiedlung Richtung Hafen. Dort über die Eisenbahnbrücke wieder auf die ursprüngliche Uferseite. Über die Hafenpromenade direkt ins Gebäude von „OEINS“ , dem regionalen Sender . Hier hatte jeder Gelegenheit vor laufender Kamera Grüße o.ä. zu übermitteln. Auf der anderen Straßenseite wieder hinaus, über den Bahnhofsvorplatz, durch den Bahnhof (extra geöffnet für den Lauf) bis zum Ziel VHS-Gebäude. Wohlgemerkt zweimal das Ganze.

Belohnung für alle: um 4.30h gemeinsames Frühstück in 5***** Qualiät.

ERLEBNIS STATT ERGEBNIS! Das Erlebnis war es für mich in jeder Beziehung und ich weiß, genau die richtige Wahl für meinen Jubiläumslauf getroffen zu haben.

Ergebnis gab es trotzdem: 2:06:10 Std, Platz 7 von 41 Finishern .

==> Alle Infos zum Lauf

 

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