Forensik-Lauf in Eickelborn – ein Laufbericht mit (fast) keinen Bildern

„Wenn der Läufer nicht zum Lauf kann, dann holen wir den Lauf zu uns.“

Am Freitag ( 06.Sept.2019 ) machten sich Markus Elbracht, Andreas Riemann, Martin Masjosthusmann und Tim Hansmeier auf den Weg zu einem deutschlandweit einmaligen Lauf in Lippstadt-Eickelborn.  Der Stadtteil ist hauptsächlich bekannt als Standort des LWL-Zentrums für Forensische Psychiatrie, und genau das war das Ziel der Reise.

Unter Leitung des Sporttheraputen Mirko Stellmacher absolvierten einige Patienten in den vergangenen Wochen und Monaten ein Laufprogramm, welches im Forensik-Lauf gipfelte – organisatorisch kein einfaches Unterfangen, denn die Strecke von 10 Kilometern musste vollständig über das abgeschirmte Areal führen. Um für richtige Renn-Atmosphäre zu sorgen, wurden auch externe Läuferinnen und Läufer aus der Region eingeladen.

Teilnehmen durfte man nur nach Voranmeldung, denn ohne vorherige Ankündigung darf man das Gelände nicht betreten. Auch das Erhalten der Startunterlagen gestaltete sich als aufwändiger als üblich: Nachdem der Personalausweis an der Pforte deponiert wurde mussten alle Handys abgegeben werden, da auf dem Gelände keine Fotos gemacht werden dürfen. Anschließend wurden wie am Flughafen alle TeilnehmerInnen und die mitgebrachten Sporttaschen auf unerlaubte Gegenstände untersucht, bevor es in Kleingruppen zum eigentlichen Veranstaltungsort ging. Nach kurzer Begrüßung durch den Organisator Mirko ging es dann für alle auf die Einführungsrunde, angeführt durch das Führungsfahrrad. Kurz vor dem Startschuss wurde von der Pressestelle des LWL noch ein Gruppenfoto gemacht, und dann wurde es ernst. Die knapp 60 Läuferinnen und Läufer mussten jeweils 17 Runden mit insgesamt 176  Kurven durch die gepflegte Parkanlage absolvieren. Eigenverantwortlichkeit wurde hierbei großgeschrieben, denn jeder musste seine Runden selbst zählen – eine Aufgabe an der manch einer scheiterte.

Es waren zwar keine externen Zuschauer zugelassen, trotzdem herrschte während des Laufes ausgelassene Stimmung an der Strecke, Konfettikanonen inklusive. Beim Zieleinlauf bekam jeder Finisher eine handgefertigte Holzmedaille überreicht, bevor die Veranstaltung bei Gegrilltem und alkoholfreien Getränken ausklang. Bei der Siegerehrung konnte die LG Burg wieder einmal ihre sportlichen Qualitäten demonstrieren, denn Markus Elbracht benötigte für die nicht amtlich vermessenen 10 Kilometer 37:15 Minuten und belegte damit den ersten Platz.

Belohnt wurde dies mit einem, ebenfalls handgefertigten, Pokal aus Keramik. Ein Einzelstück, geformt nach dem charakteristischen Zaun, welcher die gesamte LWL Anlage umgibt.  An Ende des Tages waren sich alle einig, dass es eine sehr gelungene Laufveranstaltung mit einzigartigem Charme war.     

 

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