Wer kennt sie nicht, diese scheinbar unerklärlichen Leistungseinbrüche? Sie ereilen uns bei jeder beliebigen Kilometermarke, bei jedem Trainingszustand, jedem Wetter und allen erdenklichen Ernährungssystemen im und vor dem Wettkampf.

Um den durch die Leistungseinbrüche ausgelösten Versagensängsten wirksam zu begegnen, braucht es also eine ausgeklügelte Strategie. Deshalb habe ich mir ein kleines Experiment ausgedacht, das ich mit dem Hermannslauf 2019 startete und nun mit dem Teutolauf fortsetzte. Die Studie soll die Frage beantworten, mit wieviel Kohlenhydrate man seinen Körper im Wettkampf versorgt oder ob man es lieber sein lässt, um Leistungseinbrüche zu verhindern. Hilft viel, wirklich viel?

Der Teutolauf des Turnvereins Lohne in Lengerich benötigt mit seinen auf 29 KM verteilten langen und schwierigen Trailpassagen und den ca. 600 Höhenmetern alle Energiereserven des Körpers. Ganz zu schweigen von den Treppen des schönen Baumwipfelpfades in der Landesgartenschau Bad Iburg.

Sehr passend für das Experiment war auch diesmal der heftige Regen. Er machte aus dem Waldboden einen überaus matschigen Parcours. Damit ist der Teutolauf mindestens insgesamt so herausfordernd wie der Hermannslauf. Auch ohne Experimente eine absolute Empfehlung!

Mein Studiendesign war wie folgt: Während ich beim Hermannslauf 2019 darauf setzte v o r h e r massiv Energie zu tanken, verfolgte ich beim Teutolauf ein ganz anderes Energiemanagement.

Vier Stunden vor dem Start nahm ich nur ein kleines Müssli gegen den ganz normalen Hunger zu mir. Beim Lauf versorgte ich dann nach etwa jeder halben Stunde meine Muskulatur mit einem Kohlenhydratgel. Das Ergebnis war überraschend: Obwohl ich alles andere falsch gemacht habe – 0 Höhenmeter trainiert, kein Tapering, aus dem vollen Bahn-Training heraus gelaufen, falsche Schuhe usw. - war die Zeit auf dem Niveau des Hermannslaufs.

Damit ist für mich bewiesen, man kann mit Hilfe des hemmungslosen Einsatzes von Gel ohne Gefahr eines Leistungseinbruchs eine etwa zweistündige Übelkeit gegen monatelanges Höhenmetertraining eintauschen. Wenn man trotzdem gut trainiert, sind offensichtlich aber noch ganz andere Dinge möglich, wie Gregor Glomm, Dirk Hansmeier und Andreas Riemann von der LG Burg mit ihren hervorragenden Leistungen zeigten. Letztlich ist der Teutolauf in Lengerich aber vor allem eins: Eine tolle Symbiose aus Energie und Umwelt. Bilder und Infos hier: https://www.tvh1911.de/de/teutolauf/

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