Trainingsmethoden

... ehrenwert - aber nicht immer gut!

Laufen kann man auch als unermüdliche Aneinanderreihung von Fehlversuchen verstehen, endlich aus eigener Kraft fliegen zu können. Schließlich ist die Phase der Enttäuschung, in der also die Schwerkraft obsiegt, bei jedem Schritt doch relativ kurz. Bei einem halbwegs begabten Läufer sind es ca. 200 ms, die ihm für die Verwirklichung dieses alten Menschheitstraums fehlen. Bei olympiareifen Athleten sind es sogar nur um die 100 ms, die sie Kontakt mit dem Boden haben. Trotzdem führt für einen schnellen Lauf, Stand heute, kein Weg daran vorbei, mit dem Boden Kontakt zu halten. Wovon sollte man sich auch sonst abstoßen? Durch gezieltes Training (Lauf-ABC) kann man aber den Kontakt mit dem Boden so kurz wie möglich gestalten und damit nicht nur weiter, sondern auch länger fliegen.

Laufend essen – endlich erlaubt!

Ein allseits geschätzter Programmpunkt jeder Laufveranstaltung ist das Kuchenbuffet. Leider mit dem großen Nachteil, dass dieses kleine kulinarische Vergnügen erst nach der läuferischen Quälerei erreichbar ist. Tatsächlich vor jedem Genuss eines Stückchen Kuchens 10 oder noch mehr Kilometer zu laufen, mag zwar gesünder sein, aber wäre wohl trotzdem ein fraglicher Deal.

Das muss auch gar nicht sein. Aus der Forschung kommt nun die gute Nachricht. Helen Bauhaus, Expertin vom Institut für Biochemie von der angesehenen Sporthochschule Köln hat kürzlich in einem Interview in der Wochenzeitung DIE ZEIT leckeren Sandkuchen schon für die Verpflegungspunkte freigegeben. Sandkuchen ist demnach nur eine besonders geschickte fettarme Zubereitung von leicht verdaulichen Kohlenhydraten. So erscheint selbst ein Marathon im ganz anderen Licht.

 

Zu alten Zeiten würde man sie nun wieder sehen können. All die Läuferinnen und Läufer, die sich im Teutoburger Wald pflichteifrig den Steigungen entgegenstellen und mit letzter Kraft die Bergkuppe erobern. Darunter wie immer sicher auch zahlreiche Vertreter der LG Burg. Eben weil Hermannslauf und Co sowie das gemeinsame Berglauftraining momentan vernünftigerweise der Pandemie zum Opfer fallen müssen, stellt sich die Frage welche Bedeutung das fordernde Berglauftraining eigentlich hat.

Die fehlenden Wettkämpfe stellen uns Läufer vor eine große Herausforderung, da ein wichtiger Anreiz für systematisches Training fehlt. Um das Training dennoch auf hohem Niveau zu halten, sind neue Ideen gefragt. Geocaching ist dabei ein interessanter Kandidat. 

Dosen in der Landschaft
Man glaubt es kaum, aber überall im Lande sind für den normalen Läufer unsichtbar, kleine Dosen in der Landschaft versteckt. Allein in läuferischer Reichweite von Rheda-Wiedenbrück findet man auf den einschlägigen Portalen (z.B. www.geocaching.com, www.opengeocache.de) einige Hundert dieser Locations zum Suchen. Weltweit sind es wohl Millionen.

Lange Läufe ohne lange Weile ...

In keinem Marathon-Trainingsplan dürfen sie fehlen, die langen Läufe. Ein echtes Geduldsspiel können sie vor allem bei fehlender Begleitung sein. Die Verlockung einfach abzukürzen ist umso größer, wenn nicht einmal ein Wettkampf auf der Agenda steht. Abhilfe gegen die Langeweile schafft eine kleine, selbst arrangierte Challenge, wie z.B. die Erkundung heimischer Gewässer von der Quelle bis zur Mündung.

Besonders abwechslungsreich ist unterwegs die Beobachtung eines Flusslaufes, wie hier die 24 Km lange Dalke.

 

Der Benzinverbrauch ist astronomisch, der Motor verrußt, Schadstoffe dringen noch weitgehend ungefiltert in die Umgebung. Dass alles passiert, wenn man sein Auto mal eben kurz zum Einkaufen an den Start bringt. Diese Probleme haben unsere eigenen zwei Beine nicht. Genau das Gegenteil ist der Fall. Der Körper kommt auf Betriebstemperatur, die Denkfähigkeit steigt und die Beweglichkeit nimmt zu. Wir würden also nicht nur der Umgebung, sondern vor allem uns selbst einen großen Gefallen tun, wenn wir das Lauftraining auf diese Art und Weise anreichern. Aber kann das wirklich funktionieren? Wie wird das Duell Auto gegen Rucksack ausgehen? Ein Rucksack ist schließlich kein Kofferraum.

Schneller  laufen – mehr erleben: Mit Speed-Wandern leichter mehr trainieren.

Die fehlenden Wettkämpfe stellen uns Läufer vor eine große Herausforderung, da ein wichtiger Anreiz für systematisches Training fehlt. Um das Training dennoch auf hohem Niveau zu halten, sind neue Ideen gefragt. Speed-Wandern ist dabei ein interessanter Kandidat.

Im Unterschied zum Laufen genießt das Wandern offensichtlich seit Jahrhunderten einen exzellenten Ruf. So behauptete Goethe von sich, was er nicht erlernt habe, habe er sich erwandert. Klingt bestechend einfach, auf diese Art und Weise die Persönlichkeit zu bilden. So hohe Erwartungen werden an das Laufen ganz und gar nicht gerichtet. Laufen ist im Unterschied zum Wandern körperbetont und sehr leistungsorientiert.

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